Hilfreiche Literatur für die ersten Semester Geodäsie

Im Folgenden stelle ich die Bücher vor, die mir in den ersten beiden Semestern Geodäsie geholfen haben. Alle diese Bücher habe ich umfangreich genutzt. Drei davon habe ich selbst gekauft und den Rest häufiger mal in der Bibliothek ausgeliehen. Die vier Bücher unter „Geodätische Messtechnik“ benutze ich nach wie vor regelmäßig, z.B. als Vorbereitung von Messübungen, die ich selbst begleite oder wenn ich Beiträge für Messpanda schreibe. Auch für das nachfolgende Fach „Industrielle Messtechnik“ sind die ersten vier hier aufgelisteten Bücher weiterhin relevant.

Geodätische Messtechnik

„Vermessungskunde und Grundlagen der Statistik für das Bauwesen“ von Bertold Witte und Peter Sparla ist ein typisches Grundlagenwerk in der Geodätischen Messtechnik. Hier wird alles erklärt, was in den ersten beiden Semestern Geodäsie im Bereich Messtechnik behandelt wird. Meiner Meinung nach ist das Thema Höhenmessung besonders gut erklärt, also das geometrische Nivellement und die trigonometrische Höhenübertragung. Natürlich finden sich hier aber auch Infos zu Richtungs- und Winkelmessung, sowie der Streckenmessung. Obwohl es sich besonders gut für Geodätische Messtechnik eignet, sind hier auch diverse wichtige Informationen zu weiterführenden Themen, z.B. Industrieller Messtechnik gegeben.

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Eine typische Alternative zu Witte/Sparla ist „Angewandte Geodäsie – Vermessungskunde“ von Heribert Kahmen. Auch hier wird alles zur Geodätischen Messtechnik erklärt. Einige Themen sind hier, meiner Meinung nach, etwas leichter zu verstehen als in Witte/Sparla. Das ist aber Geschmackssache. Besonders gut ist hier die Höhenindexabweichung erklärt, sowie die Funktionsweise eines Kollimators. Ähnlich wie bei Witte/Sparla bietet auch Kahmen viele weiterführende Informationen, die in der Industriellen Messtechnik relevant sind. Hilfreich ist hier zum Beispiel das Kapitel über Vermessungskreisel. Zudem hilft Kahmen bei dem Fach Geodätisches Rechnen.

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Der Titel „Elektronische Entfernungs- und Richtungsmessung“ von Joeckel, Stober und Huep sagt es bereits. Es ist mein Lieblingsbuch zu allen Themen, die mit elektronischen Messverfahren zu tun haben. In keinem anderen Werk ist der Teilkreisabgriff so gut erklärt wie in diesem. Joeckel, Stober und Huep wissen, wie man komplexe physikalische Zusammenhänge einfach und verständlich übermittelt. Auch Streckenmessung mit EDM, sowie weiterführende Themen wie Interferometrie, ADM, Lasertracker, Triangulationssensoren und Terrestrisches Laserscanning sind hier meiner Ansicht nach am einfachsten nachzuvollziehen.

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Ein umfangreicher und gut bebildeter Klassiker ist „Instrumentenkunde der Vermessungstechnik“ von Deumlich und Staiger. Dieses Werk setzt sich intensiv mit den verschiedenen Messinstrumenten in der Geodäsie auseinander. Es eignet sich gleichermaßen für Geodätische und Industrielle Messtechnik. Besonders gut erklärt sind hier sämtliche Abweichungen in der Richtungs- und Winkelmessung, sowie EDM. In der Industriellen Messtechnik ist zum Beispiel der Vermessungskreisel besonders verständlich erklärt.

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Matlab (diverse Fächer)

Ich weiß nicht wie es an anderen Unis/FHs gehandhabt wird. Aber an der Uni Bonn wird das Programm Matlab in diversen Fächern und das ganze Studium lang benutzt. Der Umgang mit Matlab ist bei uns ein absolutes Muss. Je mehr Spaß man mit Matlab hat, desto leichter fallen einem Übungsblätter in diversen Fächern. Hier mal eine Auflistung an Fächern im Bachelor-Studiengang Geodäsie und Geoinformation, in denen Matlab benutzt wird. (Das Ausrufezeichen hinter einem Fach bedeutet, dass Du in diesem Fach auf jeden Fall Matlab benutzen musst.)

  • Geodätisches Rechnen
  • Geodätische Messtechnik
  • Bildanalyse und -interpretation für die Fernerkundung (!)
  • Statistik I und II
  • Photogrammetrie (!)
  • 3D-Koordinatensysteme (!)
  • Industrielle Messtechnik

Das Buch „Matlab für Dummies“ führt Dich grundlegend und einfach in Matlab ein. Es erleichtert dadurch den Start. Zudem hilft es umfangreich bei der graphischen Darstellung von Ergebnissen (plots).

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Ingenieurmathe

Ingenieurmathe gilt bei vielen Geodäsie-Studenten als das anspruchsvollste Fach im 1. Semester. Besonders ungewohnt sind die ganzen Sätze und Lemmas – in der Uni absolut üblich, in der Schule noch nie gehört. Das Buch „Tutorium Analysis 1 und Lineare Algebra 1“ ist deswegen so hilfreich, weil es von Studenten selbst geschrieben wurde. Florian Modler und Martin Kreh haben beide an der Uni als Tutoren gearbeitet und als solche eine Vorstellung, welche Themen Studenten aus welchen Gründen schwer fallen. Als Tutoren wissen sie auch, wie ein Thema Studentenfreundlich erklärt werden kann.

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